Vertuschter Mordversuch?


Rätsel um die Mutter des kleinen Georg von Blackbush Glaubhafte Quellen versicherten der DamS, dass sich die Magd Gilda, die wohl das Kinde des Herrn von Bocksberg zu Blackbush im Frühjahr diesen Jahres in Drachenmoor unter fast tödlichen und wideren Umständen gebar, wohlauf aber allein gen Süden geflüchtet sei. Ursprünglich hieß es, die Magd sei bei der Geburt gestorben. Weiterhin kann berichtet werden, die Herrin von Drachenmoor habe sich des kleinen, pauswangigen Jungen, der als erster Spross und Stammhalter von Blackbush gilt, angenommen und ließe das Kind nicht aus den Augen. Wer der Kindsmutter nach dem Leben trachtete ist jedoch ungeklärt. Hat Drachenmoor ein gesteigertes Verlangen seine Arme um das kleine Bündel zu schlingen, um Blackbush in der Hand zu halten? Fürchtet Blackbush die Flut der Alimente?...

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Habt Ihr wieder einmal zu sehr der Völlerei zugesprochen, so dass Euch die Gewandung am Leibe zwickt? „Flinke Nadel“ – Änderungsschneyderey in Dangen

Junger Recke möchte mehr Schläge austeylen statt eynstecken. Gesucht sey daher das Schwert „Excalibaba“. Geboten wird zum Tausche der Helm des werten „Lord Helmchen“.

Eine unheimliche Begegnung

Fröhlich singend und tanzend verbrachten die befreundeten Edeldamen Alienora de Valverde und Thekla von Hohenfurth die späten Nachtstunden an der Tafel, als sie plötzlich von einem gar seltsamen Geräusch aufgeschreckt worden sind. Da alle potenziellen Beschützer schon friedlich schlummerten, mussten die tapferen Damen selbst diesem Geräusch auf den Grund gehen. Schnell war die Kapelle als Ursprungsquelle des Lärms erkannt und die Damen schlichen dorthin. Was sie dann erblickten, liess Ihnen das Blut in den Adern gefrieren: auf einer der Kirchenbänke lag eine eigenartig zusammengekrümmte Schnarchhummel, aus deren halbgeöffneten Mäulchen die grotesken Laute entsprangen. Die Damen schwankten zwischen Furcht und Mitleid und waren ratlos, wussten sie doch nicht viel über diese seltene Spezies, die ausschließlich in Norgals beheimatet ist. Wagemutig stieß Alienora die Hummel an, aber als diese daraufhin aufstöhnte und grunzte, sprang sie wieder verschreckt zurück. Die Damen machten sich auf die Suche nach Herrn Hagen, um diesen um Rat zu fragen, aber er war nirgendwo auffindbar. Es scheint aber wohl so, das sich die Schnarchhummeln auch über die Grenzen von Norgals hinweg ausbreiten. Ob Gefahr von Ihnen ausgeht konnte die Redaktion der DamS noch nicht in Erfahrung bringen, aber wir werden unsere Leser über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten. Zum Schluss sei noch erwähnt, das die beiden Damen bei Sonnenaufgang friedlich in ihren Kemenaten schlummerten und die Schnarchhummel wohl aus der Kapelle entflogen ist.


Unser Ritter von Seite 2

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