DER BUNDESRITTER VON NORGALS
HAGEN VOM LOE

Text verfaßt durch Holger Teckenburg und Andreas Fastrich

Der Gauritter von Swarzfurt
Inhaltsverzeichnis dieser Seite

A) Die Persönlichkeit des Hagen vom Loe

B) Hagen vom Loe als Gauritter (nach 70 ÄD)

C) Die Geschichte der Familie vom Loe.

D) Hagen vom Loe - Eine Biographie

E) Das Damenbüchlein des Hagen vom Loe- eine kleine Auswahl seiner großartigen Gedichte

A) Die Persönlichkeit des Hagen vom Loe

Inhaltsverzeichnis zur Persönlichkeit

Hagens im Allgemeinen zu: Politik - Religion, Göttern & Kirche; - Recht & Gerechtigkeit; - Arturischem & Loisches; - Drachenbrukk, Ganis

Hagen vom Loe ist was sein politisches Wesen angeht in erster Linie loyal. Da ihm der Drang zur Macht - im Gegensatz zu seinem Lehnsherrn, Bundesritter Karlmann von Ganis - abgeht erscheint er als idealer Gefolgsmann. So hat Karlmann nicht einen Wimpernschlag gezögert, als Ansgar, Hagens Vater, ihn bat seinen Sohn zum neuen Gauritter von Swarzfurt zu machen. Die Loyalität die Hagen seinem Lehnsherrn entgegenbringt erwartet er seinerseits auch von seinem Lehnsherrn. Genauso verhält er sich auch gegenüber seinen Gefolgsleuten, seien es Edle, Ministeriale oder einfache Ritter oder einfache Bauern.
Wenn seine Loyalität mißbraucht wird oder er sich in seiner Ehre verletzt fühlt, drängt ihn sein impulsives Wesen zu raschem - manchmal überstürztem Handeln. Genügend gereizt, überwältigt Hagen berserkerhafte Wut und in seiner Raserei vermag er Dinge zu vollbringen, die anderen mit klarem Verstand wesentlich weniger Kraft abverlangen würden. Aber durch sie entfaltet dieser unscheinbare Ritter auch eine Gewandheit und Kampfeskraft, die man ihm nicht zutrauen möchte. Mehr als einmal hat ihn diese Eigenschaft in größte Schwierigkeiten gebracht.
Lernt man zunächst nur dieser martialische Seite an Hagen kennen, so wird man von seiner romantischen Ader überrascht. Seine dichterisch Veranlagung verführt ihn dazu die Damenwelt, ein über das andere Mal mit Elogen und schmachtenden Liebesliedern zu beglücken. Die Drachenbrukker Damen, solches von ihren Rittern durchaus nicht gewöhnt, reagieren allerdings oftmals verunsichert, ja verstört. Dabei weiß er die Grenze zwischen Hoher und Niederer Minne zu wahren - fast immer - und verteilt seine Liebeswürdigkeiten an alle Damen ("Es kann nicht nur Eine geben").

Seine Erziehung war von Anfang an durch den festen Glauben an die oikumenischen Göttern - natürlich in ihrer lo'schen Erscheinungs- und Verehrungsform - geprägt. So nimmt es nicht wunder, daß sein älterer Bruder Sigismund Abt des Krumbacher Hausklosters seiner Familie wurde. So wurde sein Glauben durch die Erfahrungen in Wagrien und in Sint nicht erschüttert, sondern nur erweitert.
So zauderte Hagen vom Loe nicht und stellte sich noch in der Stunde seiner Offenbarwerdung in den Dienst des Grals, und seiner Hüterin Thekla von Hohenfurth. So wurde er Erster Ritter des Grals und kam damit seinem Lehnsherrn um entscheidende Sekunden oder Tage zuvor. Nicht erst seit seinem Zusammenstoß mit der Bischöfin Suil n'ath Jolaire und seiner Erwählung zum "Herzog der Loe" - Stellvertreter des Gottes Herne in der Heiligen Hochzeit - im Jahre 73/74 zeigt es sich, daß seine Verehrung der Götter nicht den bedingungslosen Gehorsam gegen deren Priester einschließt.

Als Gauritter obliegt Hagen vom Loe auch die Gerichtsbarkeit im Gau Swarzfurt. Seiner Auffassung von Loyalität entsprechend gibt er - wenn irgend möglich - der Gerechtigkeit den Vorzug vor dem leblosen Recht. Bei dem Versuch der Bestechung nimmt er zwar das Geld gerne an, aber sein Urteil ändert sich dadurch um kein Iota.

Im Hause derer vom Loe wird noch immer Loisch gesprochen. Daneben spricht Hagen fließend Arturisch, Kilkanisch und Sintisch. Der Gauritter von Swarzfurt bewegt sich so in allen Kulturen. in deren Spannungsfeld sein Gau und besonders die Stadt Swarzfurt liegt, sicher und weiß Vor- und Nachteile aller abzuwägen. Daher gelingt es ihm auch allen Kulturen in seinem Gau zu ihrem Recht zu verhelfen und bei Streitigkeiten, die verschiedenen Rechtsauffassungen der Einwohner miteinander zu versöhnen. Die Loer an den Ufer der Swarzach, obwohl ursprünglich dem Mutterrecht verpflichtet, haben unter dem Einfluß des arturischen Recht das Vaterrecht übernommen.

Seit frühester Zeit fühlen sich die Loe des Swarzachtales mit den Herren von Ganis verbunden. Diese Verbundenheit wird noch durch die Freundschaft Hagens vom Loe mit seinem Bundesritter Karlmann von Ganis untermauert. So ist Hagen mit seiner derzeitigen Position in Großem und Ganzen zufrieden.

Hagens Verhältnis im Besonderen zu: - Karlmann von Ganis; - Thekla von Hohenfurt - dem Gral; - der Dichtkunst;

 

 

 

B) Hagen vom Loe als Gauritter nach seiner Rückkehr nach Drachenbrukk(Mai 71 ÄD).

Inhaltsverzeichnis zum Gauritter

Die Ereignisse des Jahres 71
Die Ereignisse des Jahres 72
Die Ereignisse des Jahres 73
Die Ereignisse des Jahres 74
Die Ereignisse des Jahres 75
Und es hebt an das Jahr 76 mit vielen Möglichkeiten

Und es hebt an das Jahr 76 mit vielen Möglichkeiten

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Das Jahr 75

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Das Jahr 74

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Das Jahr 73

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Das Jahr 72

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Das Jahr 71

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Zu Anfang des Monats Mai kehrte Hagen vom Loe nach Drachenbrukk zurück; (siehe DM V zum 2. Juni 71).

Das Jahr 70

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Geschichte der Familie vom Loe.


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Geschichte des Hagen vom Loe


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Damenbüchlein des Hagen vom Loe.


Ein Büchlein der fernen Dame zugeeignet

Winterlied

Leis der Schnee herniederfällt
Die See gefriert zu Eis.
In Kälte ist erstarrt die Welt,
Daß sie von Frost nur weiß

Möcht Eures Lächelns Morgengraun
Künden mir den Maientag
Mag Euer Gruß das Eis mir taun
Im Hezen Frühling kommen mag

Ferne Frau, stärkt mir den Arm,
Gebt meinem Herzen hohen Mut!
In Eurer Huld ist's sommerwarm
In Eurem Zeichen geht's mir gut.


Reiselied
Reist schwarz beflügelt, schattenschwer
Mein Herz zu euch nach Süden
So geb ich es doch zu gern her
Findet's es auf dem Weg nur Frieden.

Denn halt ich es, ist es ohn Ruh
Schlägt heftig durch den Tag
Drum werf ich es dem Süden zu
Daß zu Euch es reisen mag.

Mein Herz, das hat sein eigen Recht
Nennt's närrisch, minnekrank
So lang ihr ein Wort nur zu mir sprecht
Weiß mein Herz Euch dafür Dank.


Nachtlied

Hab' ich nun die lange Nacht
Verseschmiedend zugebracht
Trank Minnewort und süßen Wein
Hört Bardenlied und blieb zurück
allein


Mein Sinn ist in Euch tief versenkt
Oh höchste, schönste, stolze Frau
Schenkt ihr einst mir des Lächelns Tau
So habt ihr Euren Knecht - ach überreich! -
beschenkt.


Dem Morgen zu

Hab wieder mal die dunklen Stunden
In Eurem Namen still durchwacht
Habe Wort und Reim gefunden
Und widme Euch auch diese Nacht

Hab eure Lippen schweigend nur vermißt
Im Traum durchwühlt der Locken Pracht
Hab' Euch von Ferne nur geküßt
Am stillen Ende dieser Nacht

Schon nieder ringt die alte Nacht
Der dämmernd starke, junge Tag
Der mit seiner frischen Macht
Von Eurer Huld mir künden mag

Denn was ist denn eines Tages Sinn
Liegt Euer Name nicht, nicht Eure Huld darin?


Beschluß

Über Burg und Land
breiten sich des Drachen Schwingen
Binden Grimm mit stillem Band
bringen Frieden allen Dingen

Der Barde spielt
die friedlich letzte Melodei.
Die schwindend Nacht befiehlt,
daß es die letzte sei.

Der Spielmann zeiht
den Schnappsack zu
Sagt müd als er herübersieht:
Herr Ritter, begebt auch ihr Euch jetzt zur Ruh.

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