| Edle Tropfen mit ungeahnter Wirkung!Als sich die Nacht über die Gemäuer der Burg des Bischofs senkte und Mensch und Tier sich zur Ruhe begaben ertönten höchst erheiternde und laure Geräusche aus dem auch zu später Stunde hell erleuchteten Festsaal. Der werte Karlmann hatte aus dem heiligen Land einen gar edlen Tropfen mitgebracht, den er großzügig an die Anwesenden verteilte. Erstes Opfer wurde Dame Dora, von der man doch vermutete, sie wäre auf der gemeinsamen Reise öfters in Versuchung gekommen und somit trinkerprobt. Aber nein, ihre Wangen glühten wie die im Meer versinkende Abendsonne und ihr Lachen kletterte in ungeahnte Oktaven empor. Auch die Dame Alienora schaute tief in Karlmanns Glas und kicherte vergnügt. Karlmann wähnte sich schon als Sieger des Trinkgelages, als mit lautem Schritte die Kilkanier Geimrheadh Croi O'Damsha und Baldur von der Wellen auf den Plane traten und dem armen Karlmann zeigten, wie ein wahrer Recke zu trinken habe. Gemeinsam mit dem ehrgeizigen Jazar Ibn Mora leerten sie Glas um Glas, einer trinkfreudiger als der andere. Mit langen Blicken musste der hilflose Karlmann bemerken, dass seine gehorteten Vorräte in atemberaubender Geschwindigkeit in den kilkanischen Rachen versenkt wurden. Auch Jazar hielt tapfer mit und solange er noch sicher auf seinem Stuhle saß, sah es auch so aus, als könne er den Kilkaniern das Feuerwasser reichen. Seine dramatische Lage wurde erst erkennbar, als er mit wankendem Schritt zum Luft schnappen Richtung Burgzinnen stolperte. Dort entzückte er die anwesende Damenwelt mit allerlei lustigen Anekdoten und kleinen Tänzchen und schaffte es fast, die Damen Alina von Lerchenau und Dora von Hoya von den Vorteilen des Lebens als Haremsdame zu überzeugen. Allein der langgelockte Herr Garmhain O'Tear war empört, denn Jazar zog nicht nur die Aufmerksamkeit aller Damen auf sich, nein, er wollte auch ihn seinem Harem einverleiben. Vehement musste er dem getrübten Blick und den aufdringlichen Händen Jazars Einhalt gebieten. Dieses die Damen höchst amüsierende Schauspiel wurde abrupt durch die Dame Thekla von Hohenfurth unterbrochen, die wohl auch davon träumte, einmal zu Jazars Harem zu gehören. Sie lockte ihn mit einer fadenscheinigen Behauptung in ihre Kemenate. Was dort geschah entzog sich unseren Augen und Ohren, aber man sah sie einige Zeit später wieder allein durch die halle wandeln und sie guckte etwas grimmig. |
Ansgar größenwahnsinnig ?Wir von der DamS haben schon immer vermutet, daß der Herr Ansgar von Wulfheim zu einem sehr ausschweifenden und exzentrischen Lebensstil neigt und gerne sehr prächtig und edel in Erscheinung tritt. Nicht nur seine überaus edle Gewandung, seine feinen Sitten und Gebräuche lassen darauf schliessen, sondern vor allem seine Angewohnheit, einen Hofstaat mitzuführen, der dem arturischen Kaiser angemessen wäre. Da er einen sehr verwöhnten Gaumen hat, fährt immer sein Koch nebst zwei Nebenköchen, drei Mägden und weiteren Helfern mit. Außerdem reisen immer vier Zofen, sein Hundeausführer, sein Buchhalter, zwei Schreiberlinge sowie mehrere Knechte mit. Nicht genug damit, schmückt Herr Ansgar sich während des Gelages mit einer persönlichen Magd, von der er sich rund um die Uhr verwöhnen ließ. Das arme Mädel, Mona hieß sie und hat unser tiefstes Mitgefühl, rannte eifrigst zur Küche und zurück und versuchte, ihm alles recht zu machen, aber immer wieder fand der Herr von Wulfheim harte Worte und neue Aufgaben. Er schien die Rolle des Herrschers sehr zu genießen und war stolz, so bevorzugt zu sein. Einige Edle schauten neidisch, aber es gab auch Empörung ob dieser Dekadenz. . Ist es rechtens, das der frischbelehnte Gauritter der Arturischen Marken sich dermaßen aufspielt? Wir sind gespannt, wie die Bundesritter in Zukunft damit umgehen werden. |
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