| Neue Becher und Krüge für ein paar Silberlinge zu erstehen bei:
"Klirr und Bruch" auf dem nächsten Markttag in Dangen
Hier könnte demnächst auch Eure Werbung stehen! Bei Interesse
bitte eine Brieftaube schicken an unsere Frau Frodemuth von Katzenweiher
Wie uns der Bischof glaubhaft versicherte, ist nach der Kilkanischen Hochzeit
für ihn klar geworden, weshalb es so schwierig sei, die Kilkanischen
Familienzusammenhänge nachzuvollziehen. Würde doch das Bündnis des Paares
nur auf 111 Tage geschlossen. | ||
| Der Manta der Tanzfläche Eine gewisse Berühmtheit unter den im Tanze Umherwirbelnden erwarb sich der kilkanische Besucher Permhein O’Kaigh durch eine merkwürdige Zauberformel. Wie es sicherlich jedem noch vor Augen steht, zeichnen sich die hiesigen Tänze durch einen beständigen Wechsel der miteinander zu Tanzpaaren vereinten Frauen und Männern aus. Die tanzenden Damen zeigten sich bei den immer wieder eintretenden Pausen durch Herrn Permheins Gewohnheit irritiert, dass er ihnen, wenn sie ihn beim Tanzen verließen, "...und Tschüss" nachrief. Wenn sie aber zu ihm kamen, begrüßte er sie nicht. Wir versuchten, von dem Atha O’Shannon eine Stellungnahme zu diesem Benehmen zu erlangen. Er wies uns allerdings ungnädig ab. Aus dem Kreise seiner Bediensteten erfuhren wir allerdings, dass es sich bei dem Wort "Tschüss" um eine Verballhornung des merowischen "A Dieu" handelt. Dieses bedeutet "Gott befohlen". Wir wissen nicht, welchen Gott Herr Permhein beschwören will, aber es soll bewirken, so raunten uns die Diener zu, dass die scheidenden Tänzerinnen wieder zu ihm zurückkehren. Kilkanier sind schon abergläubische Menschen! Obwohl die gewünschte Wirkung unzweifelhaft eintrat. Was das alles mit dem in der Überschrift genannten Fisch zu tun hat, wissen wir aber auch nicht. (Asmin van ten Hogen Haag)
| Kaminvorleger gewinnt Minnerose Zur Verwunderung einiger - sicherlich unaufmerksamer - Beobachter des höfischen Treibens auf der Zusammenkunft der Bundesritter zur TirConnell überreichten die Damen den Preis für das höfischste Benehmen bei den männlichen Gästen an Herrn Helior von Stolzenfels. Während andere Ritter sich bemühten, den Damen durch ununterbrochenes Schwingen des Tanzbeines bis an die Grenzen der physischen Erschöpfung bzw. durch Rezitieren von schmachtenden Versen, deren Wohlklang durch die Schmerzen eines gebrochenen Herzens erkauft worden sein müssen, erschöpfte sich das minnigliche Benehmen des Preisgewinners in nahezu unbeweglichem Dahingestrecktsein vor dem wohlig warmen Kaminfeuer. Sicherlich möchte der Schreiber an dieser Stelle einräumen, dass er nicht beurteilen kann, wie Herr Helior sich gegenüber den Damen benahm, wenn er den Blick des öffentlichen Auges, zum Beispiel in den Kammern der Damen, entzogen war. Es scheint uns aber offensichtlich, dass er dort die entscheidenen Überzeugungsarbeiten geleistet hat. Oder gilt etwa auch im Bereich höfischer Tugenden die alte Weisheit des: " Wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt!"? Also fordern wir alle Drachenbrucker Ritter zur Überprüfung unserer These auf, ihre Hände " wohlgemerkt in den eigenen " Schoß zu legen und nichts zu tun. Vielleicht mögen sie Herrn Heliors höfische Art auf diese Weise auszustechen. (Asmin van ten Hogen Haag)
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Volksheld in der Küche Der durch seine mutigen Taten in Lorien als Volksheld verehrte Igor tauchte am Samstag abend in der Küche von Walais auf. Er ließ sich nicht davon abbringen, die Edlen an der Tafel zu bewirten, und so kamen alle in den Genuß, Igor den Großen ertragen zu müssen. Nur der gestrenge Blick des Herrn Leonard von Leichenstein verhinderte Schlimmeres, als Igor dem Herrn Friederich von Ulmenstein dabei behilflich war, seine Suppe zu verschütten. Besonders honorierten die Edlen den Mut der Küchenmagd Tilly, die es geschafft hatte, Igor beim Hühnchen in Kräuterlake zu knebeln. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, kurze Zeit später über Schorsch herzufallen und ihm zu drohen. Danach wurde Schorsch nicht mehr gesehen. Vielleicht sollte der Herr von Walais mal in seinem Burggraben schauen, oder in seinen Verließen nach ihm suchen lassen. (Sabrina von Mausbach)
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