EXTRABLATT*EXTRABLATT*EXTRABLATT

Ausgabe 7 /Juno 79
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R I T T E R
Es blitzt
es scheppert
ist es ein Gewitter?
NEIN!
Es sind unsere
R I T T E R
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Konrad besucht Waleis

Wie erst jetzt bekannt wurde, traf Bischof Konrad von Drachenbrukk im Verlaufe einer Reise durch das Land Waleis Anfang April in Brokk mit Ritter Dundearn MacRayyd zusammen. Wie aus dem Umfeld des Präceptors zu erfahren war, hat dieser dem Stuhl des heiligen Irinaeus eine großzügige Spende zukommen lassen. Unklar ist, weshalb dies, entgegen den sonstigen Gepflogenheiten des Bundesritters, erst jetzt an das Ohr der Öffentlichkeit gelangt. Sollte dies der Beginn einer neuen Bescheidenheit in Waleis sein?
Ob Bischof Konrad Spenden auch von anderen Bundesrittern erhalten hat, wurde nicht bekannt. Böse Zungen behaupten, der Bischof benötige dringend Silberlinge, um den Schaden, der durch Aufruhr in einigen Bundesgütern nach Verlesen des bischöflichen Briefes zum Jahreswechsel entstanden ist, auszugleichen.
Weiterhin nutzte Bischof Konrad seine Anwesenheit in Waleis, um mit den Archidiakonen des Landes zusammen zu treffen.

Die GOLDEN GIRLS werfen die PomsPoms

Schon länger wurde gemunkelt,daß die Ritter vor Turnierbeginn eine Überraschung erwarte, hörte man doch aus der großen Kemenate emsiges Getrappel und trotz der herrischen Stimme der Dame Thekla, die anscheinend einen Befehl nach dem anderen gab, ein munteres Gekicher. Das Gekicher wurde lauter und übertrug sich auf alle Anwesenden, als die schon als vermisst geltenden Damen ebendiese Kemenate verliessen und Richtung Turnierplatz tanzten.
Acht an der Zahl wedelten sie mit gar fremdländisch wirkenden so genannten PomPoms und gaben einen furiosen Tanz zum Besten, so daß die Herren garnicht recht wußten, ob sie aus lauter Rührung ob dieser Liebeserklärung an Sie weinen sollten oder ob sie besser in das Gekicher einstimmen sollten.
PomPom Am begeisterten war Herr Perwein, der sich im Taumel dazu hinreissen ließ, selbst wiederum der Damenwelt eine Huldigung darzubringen.
Diese rührte die Damenwelt zu Tränen (welcher Art auch immer, d. Setzerin)
Auch der Herr Hagen war völlig hingerissen und wählte als Form seiner Ehrerbietung einen gar drolligen Tanz mit passender Helmzier und ging so als Glitterritter in die Geschichte ein.
Ein Lobgesang auf den Gastgeber

Der leicht ansteigende Weg zur Burg des Bischofs ward gesäumt von bunten Wimpeln mit dem Wappen Konrads von Bärenbach und dem der Drachenlilie. Die zumeist mit Staub bedeckten Gäste fühlten sich bereits vor dem Begrüßungstrunk auf das Wärmste willkommen geheißen. Die Banner der Anwesenden wehten stolz im Wind und der Himmel zeigte sich in verheißungsvollem Blau. So versprach der Hoftag zu Drachenklamm unter einem guten Stern zu stehen. Für das leibliche Wohl wurde auf das Vorzüglichste gesorgt! Weder die Damen, die Fleisch, noch die Damen, die Nicht-Fleisch aßen, mussten darben. Die Herren sowieso nicht. Auch gab es keine schwierige Phase für die oberen Gedärme während der Geheimen Ratsversammlung. Nein, es gab auch kaum dramatische Zwischenfälle. Es spielten die Barden zum Tanze auf, es wurde gescherzt und geschäkert. Es gab kleine Spielchen am Feuer, wo es hieß, mitunter zweideutige Rätsel zu lösen. Und es wurden unvorhergesehene Bündnisse geschlossen, auf denen sicherlich der Segen Katlas ruht.
Keine Botschaft von Thies und Fergus

Die Kunde, dass sich vier Unerschrockene des Ritterbundes in Heilige Land begaben, hat sich bis in den verschlafensten Winkel Drachenbrukks verbreitet. Für die Daheimgebliebenen enthielt die Botschaft der Dame Dora von Hoya einen Silberteller kandierter Rosenblätter, Neuigkeiten aus der Ferne und einen salbungsvollen Gruß ihrer daselbst sowie des unschätzbaren Karlmann von Ganis. Jedoch jegliche Nachricht seitens Fergus McKillgains und Thies von Kuhfeldens wurde uns auffälligerweise vorenthalten. So ist nicht verwunderlich, dass die Vermutungen über den Verbleib dieser beliebten Landesherren inzwischen die seltsamsten Blüten treiben. Sind ihre unteren Gedärme in Mitleidenschaft gezogen worden? Sind ihnen glutäugige Sarazeninnen begegnet? Oder sind sie von einem Kamel gebissen worden und wälzen sich nun im Fieberwahn, ihrer Muttersprache nicht mehr mächtig? Weniger aufgeregte Stimmen meinen, das Heilige Land sei groß und die Zahl arturisch sprechender Boten leicht zurückgegangen. Sicher sei auch das Anspitzen der Schreibfedern und das Formulieren von wohlfeilen Worten unter sengender Sonne sehr anstrengend. Vielleicht gibt auch Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Tinte und Pergament.

Hauchzarte Jungfrauen bald heiratsfähig?


Zwei holde Mädchen versüßten mit ihrer Anwesenheit den Hoftag zu Drachenklamm. Gibt derley zukünftige Weiblichkeit vielleicht den Damen Drachenbrukks zu denken, die ihre wallende Haarpracht bisher noch nicht unter die legendäre Haube bringen konnten? Oder wollten? Wie dem auch sey, unseren lieblichen Jungfern war wohl zum erstem Mal der Anblick eines schweißgetränkten Heldenkörpers vergönnt, als Sir Kasimir nach erfolgreicher Turney sich rasselnd seines Kettenhemdes entledigte. Auch Constanze, ungeachtet ihrer zarten Lebensjahre, zeigte sich sichtlich beeindruckt.

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